US Streitkräfte gerüstet für massiven Einsatz über dem Iran
Sorgenfalten bei den Mitgliedern der iranischen Führung – spannende Tage für Planespotter in ganz Mitteleuropa.
Egal ob in Großbritannien oder in Deutschland: auf den Airbases der amerikanischen Streitkräfte in Mitteleuropa herrschte in den vergangen zehn Tagen Betrieb wie selten zuvor. Vor allem die riesigen Transportmaschinen der US-Airforce, der US-Army und der US-Navy vom Typ C-5M Super Galaxy und C-17 Globemaster III sowie die über 50 Jahre alten aber mächtigen Boeing KC-135 Stratotanker für Luftbetankungen machten auf ihrer Reise zum Nahen und Mittleren Osten Station auf den Stützpunkten in England sowie auf den deutschen Airbases Ramstein und Spangdahlem. Tag und Nacht konnte man auf Flightradar24.com unzählige Flugbewegungen zwischen den Vereinigten Staaten und verschiedenen Flugplätzen in den Emiraten und in verbündeten Staaten der Region beobachten.
Noch ist nicht klar, ob und wenn ja wann der Einsatzbefehl für die nun in der Golfregion konzentrierten Streitkräfte kommen wird. Wenn, dann würde der amerikanische Präsident Donald J. Trump über die schlagkräftigste Luftstreitmacht der letzten drei Jahrzehnte verfügen.
Die Zahlen sind beeindruckend. Der bekannte Militärhistoriker Torsten Heinrich vom YouTube-Kanal „Militär & Geschichte hat die vor Ort verfügbaren militärischen Mittel in einem Video vom 20. Februar 2026 einmal Pi mal Daumen eingeschätzt:
Im Einsatzgebiet auf den Airbases im Nahen und Mittleren Osten
Im Einsatzgebiet auf den Flugzeugträgern USS »Gerald R. Ford« & USS »Abraham Lincoln«
Torsten Heinrich erwähnt noch über 100 Flugzeuge für Luftbetankungen, die auf der Rennbahn zwischen den USA und dem Mittleren Osten Stellung beziehen werden. Denn: für effektive Luftschläge werden Bomberverbände aus den Vereinigten Staaten erwartet (Boeing B1 Tarnkappenbomber, Northrop B 2 Tarnkappenbomber und die berühmten Boeing B 52 Stratofortresses) die in entsprechenden Zeitabständen in der Luft betankt werden müssen.
Auswirkungen auf den Internationalen Luftverkehr
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags ist die Situation über dem iranischen Luftraum, der von vielen internationalen Fluggesellschaften auch als Transitluftraum genutzt wird, übersichtlich.
Der Flugverkehr läuft normal, es bestehen keine NOTAMS und weder der iranische Luftraum selbst noch der breite Korridor zwischen Israel und dem Iran, der im Fall der Fälle gegebenenfalls für beidseitigen Beschuss in Frage käme, sind gesperrt.
Aus der Erfahrung der vergangenen Monate wissen wir, dass dies ein wichtiger Indikator für „immanent action“ ist – sprich: ein Blick auf das Flightradar zeigt uns, ob ein amerikanischer Angriff unmittelbar bevorsteht. In der Regel werden die verbündeten Länder sowie deren Luftfahrtgesellschaften in einem angemessenen zeitlichen Rahmen vorab entsprechend informiert und die betroffenen Routen gesperrt, um keinen collateral damage in Form von abgeschossenen oder kollidierenden Zivilflugzeugen zu riskieren. Eine letzte Sicherheit gibt es für diese Vorgehensweise zwar nicht, bei der großen Anzahl der im Falle eines Luftschlags gegen den Iran eingesetzten Militärmaschinen ist sie aber wahrscheinlich.
Da im Moment auch nicht klar ist, wie umfassend entsprechende Aktionen sein werden – handelt es sich um punktuelle starke Schläge oder eine tagelange Kampagne – ist eine genaue zeitliche Eingrenzung von Einschränkungen derzeit nicht möglich. Jedoch können die Auswirkungen auf die zivile Luftfahrt durchaus einige Tage anhalten. Allen Passagieren vom und nach dem Nahen und Mittleren Osten, nach Israel, Saudi-Arabien oder in die Emirate kann man derzeit nur an´s Herz legen, sich laufend über die aktuelle politische Lager auf dem Laufenden zu halten und die Nachrichten im Blick zu behalten.
An dieser Stelle wird nachberichtet, sobald sich die Situation ändert.
